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Diabetes und Bluthochdruck sind auf den ersten Blick zwei ganz unterschiedliche Erkrankungen und doch treten sie sehr häufig zusammen auf.
Rauchen, ungesunde Ernährung, zu salzreiche Kost, Übergewicht, Bewegungsmangel, übermäßiger Stress und starker Alkoholgenuss sind auch dafür verantwortlich, dass der Blutdruck langwierig in die Höhe schießt.
Treten Bluthochdruck und Diabetes zusammen auf, ist das Risiko Folgeschäden (zum Beispiel Herz-Kreislaufprobleme, Nierenschäden, Sehschäden) zu bekommen, größer.
In Gemeinschaft mit Diabetes greift erhöhter Blutdruck die Blutgefäße an und die Gefahr einer Nierenschädigung ist sehr hoch. Auch die Möglichkeit einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall zu bekommen ist erhöht.

Die regelmäßige Blutdruckmessung bei hohem Blutdruck und Diabetes ist sehr wichtig. Die gemessenen Werte sollten im Anschluss in einer Bluthochdruck-Poss dokumentiert werden, welcher dem Arzt gezeigt werden sollte, sodass eine optimale Behandlung bei erhöhtem Blutdruck Diabetes erzielt werden kann.
Der Blutdruck sollte zweimal am Tag immer zur gleichen Zeit, vor den Mahlzeiten und der Einnahme der blutdrucksenkenden Tabletten, gemessen werden. Während der Messung sollte man sich ruhig verhalten, nicht sprechen und entspannt sitzen.
Es gibt zwei Werte beim Bluthochdruck. Der Erste ist der sogenannte systolische Wert. Dieser beschreibt den höchsten Wert, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht und das Blut in die Arterien gepumpt wird. Der Zweite Wert ist der diastolische Wert. Er misst den Druck, wenn sich das Herz entspannt und ist der niedrigst messbare Wert.

In 95% der Fälle gibt es keinen offensichtlichen Grund für den erhöhten Blutdruck. In diesem Fall spricht man von primärer Hypertonie. Nur in 5% aller Fälle kann in die arterielle Hypertonie zum Beispiel auf eine Nierenerkrankung oder einen hormonproduzierenden Tumor zurückgeführt werden. Vor allem Diabetiker sollten darauf achten nicht zu viel, oder gar nicht zu Rauchen und Alkohol zu sich zu nehmen und Stress sollte weitest gehend vermieden werden, damit man zum Diabetes nicht auch noch an Bluthochdruck erkrankt. All das erhöht das Risiko Herz-Kreislaufstörungen und Nierenschädigungen zu bekommen.


Um gegen Diabetes und Bluthochdruck erfolgreich anzukämpfen, ist es wichtig Sport zu treiben und an Gewicht zu verlieren. Am besten geeignet sind auch für übergewichtige Personen Nordic Walking, Wandern, Radfahren und Schwimmen.

Mit Kochsalz sollte sparsam umgegangen werden und gesunde Ernährung ist ebenfalls sehr wichtig. Man sollte viele Kohlenhydrate mit reichlich Ballaststoffen, jedoch weniger Fett und Eiweiß zu sich nehmen. Man kann also sagen, dass die richtige Ernährung, viel Bewegung und die verlässliche Einnahme der Medikamente sowohl den Diabetes als auch den Bluthochdruck verbessern können.

Die Blutdruckwerte sollten unbedingt in den Normbereich unter 135 / 75 mmHg gesenkt werden. Den der Bluthochdruck bei bestehendem Diabetes stellt eine stärkere Gefährdung dar, da der Diabetiker schon allein durch den Diabetes ein erhöhtes Risiko hat, eine allgemeine Blutgefäßverkalkung mit Folge der obengenannten Gefährdungen zu entwickeln. Weiterhin kann er im Rahmen der Spätfolgen z. B. auch eine diabetische Netzhautschädigung bis hin zum Sehverlust erleiden.
Sind bereits Nieren- oder Augenhintergrundsschäden vorhanden, sollte der Blutdruck sogar noch weiter, unter 125 / 85 gesenkt werden.

Um den Bluthochdruck zu überwachen sollte man regelmäßig zum Arzt gehen und eine Blutdruckkontrolle durchführen lassen, oder man misst ihn in Abstimmung mit dem Arzt selbst. Blutdruckmessung bei Diabetikern ist unabdingbar und stellt die wichtigste Kontrolle dar. Bluthochdruck bemerkt man in den meisten Fällen nicht selbst. Vor allem wenn er langsam und schleichend steigt. Nur bei sehr stark erhöhtem Blutdruck treten Beschwerden wie Atemnot, starke Kopfschmerzen, häufiges Nasenbluten, Herzrasen, vermehrtes Schwitzen und schnelle Erschöpfung auf. Ansonsten ist der hohe Blutdruck in der Regel symptom- und beschwerdefrei.

Die Behandlung muss sich konsequent gegen den Diabetes und den Bluthochdruck richten. Lässt sich der Diabetes nicht allein durch eine Diät unter Kontrolle bringen, ist es notwendig, Tabletten, so genannte Antidiabetika, einzusetzen und eventuell muss auch Insulin gespritzt werden. Wenn man zusätzlich noch an erhöhtem Bulutdruck bei Diabetes leidet, kann man mit Bewegung, Sport, Nahrung mit weniger Kochsalz und durch eine Reduzierung des Gewichts seinem Körper und seiner Gesundheit etwas Gutes tun. Mit geringerem Körpergewicht ist die Gefahr Altersdiabetes und Bluthochdruck zu bekommen, wesentlich niedriger. Wenn diese Behandlung nicht ausreichen sollte, muss man auf die Medikamente zurückgreifen, welche man dann vom Arzt verschrieben bekommen sollte.
Jede Therapie sollte die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bereits bestehende Organschäden und Begleiterkrankungen berücksichtigen.

Eine Untersuchung des Augenhintergrunds, ein Elektro-Kardiogramm (EKG), Röntgenaufnahmen des Brustkorbs und Hormonanalysen können bei der Diagnose von Bluthochdruck, die Blut-, Urin- und Ultraschalluntersuchung ergänzen und die Behandlung unterstützen. Selbstverständlich ist das notwendige Blutdruckmessen bei Diabetikern.