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Blutzuckermessgeräte halten über den Blutzuckerspiegel auf dem Laufenden
Die Zahl der an Diabetes erkrankten Menschen in Deutschland liegt zwischen vier und fünf Millionen, wobei über eine Million Menschen in der Bundesrepublik Insulin spritzt. Von der sogenannten Zuckerkrankheit, deren korrekte Bezeichnung Diabetes Mellitus ist, spricht man, wenn ständig zu viel Glukose im Blut ist und der Körper selbst nicht genügend Insulin produziert, um den Blutzuckerspiegel konstant aufrecht zu erhalten. In diesem Fall ist das wirksamste Medikament das künstlich hergestellte Insulin, das nach dem Essen in die Bauchhaut gespritzt wird.
Diabetes Mellitus gibt es in zwei Formen: Typ 1 und Typ 2. Bei sogenannten Typ 1 Diabetikern ist die Bauchspeicheldrüse bereits in jungen Jahren erkrankt und produziert daher zu wenig Insulin. Hieran sind in Deutschland rund 200 000 junge Menschen erkrankt. Bei Typ 2 Diabetikern handelt es sich zumeist um ältere Menschen, deren Körper zu schwach auf Insulin reagiert. Dies sind in der Bundesrepublik rund 800 000 Menschen. Diabetes-Patienten müssen ständig ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren. Dies geschieht über Blutzuckermessgeräte. Der Wert, den eine Messung mit dem Blutzuckermessgerät ergibt, darf nicht zu hoch, aber auch nicht zu niedrig sein, da ansonsten eine Schädigung von Augen, Nieren und Füßen erfolgen kann. Im extremsten Fall ist es sogar möglich, dass Patienten in ein lebensgefährliches diabetisches Koma fallen.
Deswegen ist für Patienten eine regelmäßige Überprüfung des Blutzuckerspiegels mit einem Blutzuckermessgerät unabdingbar. Die Blutzuckermessgeräte wenden dabei verschiedene Messverfahren an. Sie messen dabei Plasma, Vollblut oder Serum, wobei die Messgrößen nicht miteinander vergleichbar sind. Die Abweichungen der Blutzuckermessgeräte können bis zu 20 % vom Laborwert abweichen. Deswegen müssen Blutzuckermessgeräte Tests unterzogen werden – und zwar regelmäßig. Nur so kann sichergestellt werden, dass sie richtig funktionieren. Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Geräten, so dass es sehr viel Sinn macht, sich vor dem Erwerb eines Blutzuckermessgerätes ausführlich zu informieren. So geben Blutzuckermessgeräte Tests genau Auskunft über die Qualität der entsprechenden Geräte. Diese Tests findet man auf entsprechenden Internetseiten genauso wie in gedruckten Fachmagazinen.
Regelmäßige Dokumentation und Besprechung der Werte mit dem Arzt notwendig
Um die Messergebnisse der Blutzuckermessgeräte Tests des eigenen Blutzuckerspiegels einordnen zu können, ist es notwendig, die jeweilig gemessenen Werte genau zu dokumentieren. Eine Blutzuckermessung ohne eine genaue Dokumentation mit der Zeitangabe der Messung wird von Ärzten als sinnlos angesehen. Die Speicher der meisten Blutzuckermessgeräte sind dafür jedoch nicht ausreichend. Doch nicht nur die reinen Messergebnisse müssen dokumentiert werden. Sämtliche Daten, die den Blutzuckerspiegel beeinflussen, wie beispielsweise Unterzuckerungen oder körperliche Bewegungen, müssen ebenso erfasst werden.
Die Aufzeichnungen müssen zum einen selbst beobachtet werden und ein Patient muss daraus die entsprechenden Folgen ziehen. Ferner müssen die Daten aber auch regelmäßig dem behandelnden Arzt vorgelegt werden und diese dann mit dem Arzt besprochen werden. Einige Internetangebote ermöglichen hierbei eine einfache und unkomplizierte Kommunikation und Analyse. Bei diesen Internetangeboten ist es möglich, sein eigenes Diabetes Tagebuch online zu führen und zu verwalten. Anhand dieser Online Diabetes-Tagebücher hat der behandelnde Arzt sofort Zugriff auf die Daten, was dem Patienten eine hervorragende Kontrolle durch den Arzt garantiert.