Insulinpens, Insulinpen



Das umfangreiche Angebot der Insulinpens löst Spritzen der Diabetiker ab

Von den rund fünf Millionen Deutschen, die an Diabetes erkrankt sind, spritzen sich rund eine Million Menschen das lebenswichtige Insulin. Die sogenannte Zuckerkrankheit liegt vor, wenn stets zu viel Glucose im Blut des entsprechenden Patienten ist. Zudem produziert der Körper dieses an Diabetes mellitus erkrankten Menschen selbst nicht genügend Insulin und kann so den benötigten Blutzuckerspiegel nicht konstant aufrecht erhalten. Daher müssen diese an Diabetes erkrankten – überwiegend älteren Menschen – das künstlich hergestellte Insulin nach dem Essen in die Bauchhaut spritzen.

Dies ist nach wie vor das wirksamste Medikament. Während sich früher an Diabetes mellitus Erkrankte das Insulin mit Glasspritzen mit dicken Stahlnadeln verabreichen mussten und diese auch noch regelmäßig auskochen mussten, sorgen heutzutage die sogenannten Insulinpens für eine einfache und auch unauffällige Verabreichung des Insulins. Die Insulinpens haben inzwischen die Einmalspritzen aus Plastik, die bis zu den 80er Jahren das meistbenutzte Instrument für die Insulinverabreichung war, fast vollkommen abgelöst.

Schätzungen zufolge benutzen mindestens 90 Prozent der Diabetes-Patienten einen Insulinpen. Der Name kommt vom englischen Wort für Füllfederhalter (pen) aufgrund der visuellen Ähnlichkeit mit besagtem Schreibutensil. Mit einem Insulinpen kann man sich das Insulin in der Öffentlichkeit unauffällig verabreichen und muss es nicht erst noch mühsam aus einer Ampulle aufziehen. Stattdessen wird eine drei Milliliter Patrone in einen Insulinpen eingesetzt und bringt daher den Vorteil einer einfacheren Bedienung im Alltag. Dies entspricht 300 Einheiten Insulin, dem Bedarf von ein bis zwei Wochen.

Um die Medizin dann zu injizieren, klickt man eine dünne Einmalkanüle auf den Pen, stellt die benötigte Dosis ein und verabreicht sich das Insulin dann einfach per Knopfdruck. Aufgrund der dünnen Nadeln der Insulinpens – die natürlich genauso wie die Nadeln bei Insulinspritzen nur einmal verwendet werden dürfen - spürt man den Einstich kaum. Für Menschen, die sich mit dem Spritzen schwer tun, gibt es auch vollautomatische Pens, die die Nadel selbst unter die Haut schiebt nach dem Betätigen des Auslöseclips. Heutzutage gibt es eine umfangreiche Auswahlmöglichkeit an Insulinpens. Hierbei müssen Erkrankte aussuchen, welcher Pen für sie geeignet ist im Hinblick auf Lesbarkeit der Skala, einfache Dosierung oder nach der Griffigkeit des Pens. Spezielle Ausführungen der Pens richten sich hierbei heutzutage an spezielle Verbrauchergruppen. So gibt es beispielsweise spezielle Pens mit einem laut hörbaren Klicken für ältere Menschen mit Einschränkungen im Hörvermögen oder Pens mit besonders großen Zahlen für Patienten mit Sehproblemen.
 
Insulinspritzen bleiben dennoch wichtiges Utensil für Diabetes-Patienten

Trotz aller Vorteile des Insulinpens sind Diabetes-Patienten für den Notfall nach wie vor mit Insulinspritzen ausgestattet, bzw. sie sollten weiterhin mit Spritzen für den Notfall ausgestattet sein. Gerade auf Reisen sind Insulinspritzen unverzichtbar. So hat man einen Ersatz auf die Schnelle parat, falls ein Pen aus welchem Grunde auch immer, defekt ist. Zudem kann mit einer Spritze die entsprechende Menge Insulin aus der Penkartusche aufgezogen werden. Da auch die Spritzen weiter entwickelt wurden, verfügen herkömmliche Spritzen ebenfalls über eine gute Gleitfähigkeit, so dass man kaum Schmerzen empfindet beim Spritzen.