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Was ist eine Insulinpumpe Diabetes?

Unter einer Insulinpumpe versteht man ein medizinisches Gerät zur kontinuierlichen subkutanen Insulininfusion, auch Insulinpumpentherapie genannt. Es handelt sich hierbei um eine kleines Gerät, welches am Körper getragen wird. Die Insulinpumpe wird programmiert und gibt dadurch stets eine gleichmäßige Menge Insulin an den Körper ab.

Mittels eines Katheders und einer Nadel, die unter der Haut liegt wird dem Körper in regelmäßigen Abständen Insulin zugeführt. Die Insulinpumpe wird normalerweise ständig und zwei bis drei Tage lang getragen bevor diese durch ein neues Gerät ersetzt werden sollte. Zur Abdeckung der Kohlenhydrate wird zu den Mahlzeiten eine zusätzliche Menge Insulin (Bolus) zugeführt. Dies geschieht manuell per Knopfdruck. Auch eine mögliche Stoffwechselentgleisung kann somit korrigiert werden.

Wie funktioniert eine Insulinpumpe für Diabetiker?

Die Insulinpumpe hat ein Reservoir, in welchem sich das benötigte Insulin befindet. Es handelt sich dabei entweder um Normalinsulin oder ein schnellwirkendes Analoginsulin. Es gibt zwei verschiedene Modelle von Pumpen. Während man das eine selbst mit Insulin befüllt, was mit Hilfe eines Kolbens geschieht, wird bei dem anderen Modell eine fertige Insulinampulle verwendet. In einem Reservoir sind in der Regel etwa 1,5 bis 3 mg U100 (100 i. E.) Insulin enthalten. Das entspricht 150 bis 300 Einheiten Insulin.


Vor- und Nachteile einer Insulinpumpe für Diabeteseinstellung

Durch das gleichmäßige Zuführen kleiner Mengen Insulin erreicht man eine gleichmäßigere Wirkung als bei der intensivierten konventionellen Insulintherapie (ICT), bei der man sich das Insulin durch eine Spritze selbst verabreicht.
Ein weiterer Vorteil ist die Erleichterung im Alltag. So muss kein fester Tagesablauf befolgt werden, sondern man kann spontan sein und ruhig mal eine Mahlzeit ausfallen lassen. Ebenso ist es erlaubt, größeren Anstrengungen wie zum Beispiel Sport nachzugehen, da hier die Insulinzufuhr einfach gestoppt oder verringert werden kann. Gleiches tut man auch bei Unterzuckerung.

Einen möglichen Nachteil stellt allerdings die ständige Abhängigkeit vom Gerät dar. Ein defektes Gerät kann aber auch zu Problemen führen. Aufgrund des fehlenden länger wirkenden Basalinsulins können schwere Stoffwechselentgleisungen bis hin zu Ketoazidose viel schneller auftreten als bei der herkömmliches ICT- Methode.

Für wen ist die Insulinpumpe Diabetes geeignet?

Prinzipiell ist die Insulinpumpe für jeden Diabetiker geeignet. Doch für einige Menschen ist eine Pumpe besser und auch ratsam. Das sind zum Beispiel Diabetiker mit ausgeprägtem DAWN- Phänomen, deren Insulinbedarf in den Morgenstunden meist höher ist und nachts eine Unterzuckerungsgefahr besteht. Diabetikern, deren Blutzuckerwerte stark schwanken, obwohl sie ihre ICT sorgfältig durchgeführt haben, kann eine Insulinpumpe sehr hilfreich sein. Gut geeignet sind Insulinpumpen ebenfalls für Menschen, die viel Sport treiben und sich dadurch großen Anstrengungen aussetzen sowie Menschen mit variablen Tagesablauf, wie zum Beispiel Schichtarbeiter. Des weiteren auch bei Diabetiker mit einem sehr hohen oder auch einem sehr niedrigen Bedarf an Insulin und für Frauen vor und während der Schwangerschaft. Hingegen ungeeignet ist die Insulinpumpe für Diabetiker bei Menschen, die sich nicht (mehr) um ihr Diabetes kümmern wollen.

Worauf sollte man als Diabetiker achten?

Natürlich sollte man immer vor Augen haben, dass eine Insulinpumpe für Diabeteseinstellung einem nicht die komplette Therapie abnimmt. Sie kann diese lediglich erleichtern. So müssen die Patienten selbstständig mehrmals am Tag ihren Blutzucker messen und die Insulinmenge selbst anpassen. Da eine Insulinpumpe nicht von selbst auf Blutzuckerschwankungen reagieren kann, muss die Behandlung von einem Menschen gesteuert werden, der sorgfältig und engagiert ist.

Voraussetzungen für eine Behandlung mit einer Insulinpumpe für Diabeteseinstellung

Um eine Pumpenbehandlung durchführen zu können, sollten ein paar Dinge beachten werden. Voraussetzung dafür ist das sichere Beherrschen der intensivierten Insulintherapie. In einer speziellen Schulung, die stationär in einem sogenannten Pumpenzentrum oder ambulant in einer diabetischen Schwerpunktpraxis stattfindet, wird dem Patienten die Einstellung, Anpassung und Handhabung der Insulinpumpe für Diabetiker gezeigt. Das viermalige tägliche Messen und dokumentieren des Blutzuckers gehört genau so dazu wie die Bereitschaft zur dauerhaften Zusammenarbeit mit dem betreuenden Team.